Werbung mit Garantie

Der BGH hat in der vorliegenden Entscheidung klargestellt, dass in der Werbung erklärte Garantien nicht die Einschränkungen des § 477 BGB – also Hinweise auf Einzelheiten zur Garantie wie den genauen Inhalt oder Angaben zur Geltendmachung etc. – enthalten muss. Begründet wird dies damit, dass erst die Willenserklärung, die letztlich zum Kauf führt, diese Angaben beinhalten muss, was bei der Werbung nicht der Fall sei. Geklagt hatte ein Tonerhändler gegen einen Mitbewerber, weil dieser mit dem pauschalen Hinweis geworben hatte, auf alle Artikel gebe es 3 Jahre Garantie.

a) Unter den Begriff der Garantieerklärung im Sinne des § 477 Abs. 1 Satz 1 BGB fällt nur die zum Abschluss eines Kaufvertrages oder eines eigenständigen Garantievertrages führende Willenserklärung, nicht dagegen die Werbung, mit der eine Garantie im Zusammenhang mit Verkaufsangeboten noch nicht rechtsverbindlich versprochen wird, sondern die den Verbraucher lediglich zur Bestellung auffordert.

b) Wirbt ein Unternehmer für den Verkauf eines Verbrauchsguts mit einer Garantie, müssen die in § 477 Abs. 1 Satz 2 BGB geforderten Angaben (Hinweis auf die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers sowie darauf, dass sie durch die Garantie nicht eingeschränkt werden; Inhalt der Garantie und alle wesentlichen Angaben, die für die Geltendmachung der Garantie erforderlich sind) nicht bereits in der Werbung gemacht werden. Aus Art. 6 Abs. 2 der Richtlinie 1999/44/EG, deren Umsetzung § 477 Abs. 1 Satz 2 BGB dient, ergibt sich nichts anderes.

Das Urteil im Volltext.

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